Was sind Bitcoin? – Verständlich erklärt

Was sind Bitcoin? – Verständlich erklärt

Eine goldene Bitcoin Münze steht auf weiteren liegenden Münzen
Was sind Bitcoin? Wir erklären es Dir.

Für die einen ein Fluch, für die anderen die Währung der Zukunft. Keine Währung ist so umstritten wie der Bitcoin, die wohl bekannteste Online Währung. Die meisten haben vielleicht schon einmal vom Bitcoin gehört, doch fragen sich, was Bitcoins eigentlich sind und wie das ganze Prinzip funktioniert. Nach dem Lesen dieses Artikels hat jeder verstanden, was es mit der Internet Währung Bitcoin auf sich hat.


Übersicht

Bitcoins sind virtuelle Geldeinheiten. Sie werden in einem Ledger verwaltet, der Name und entsprechende Bilanzen verwaltet. Die Nutzer ändern die Datei (also ihren Ledger), indem sie Geld an einen anderen Nutzer überweisen. Hier handelt es sich also um eine finanzielle Transaktion. Der Unterschied zu herkömmlichen Währungen ist, dass beim Bitcoin System keine Bank als Zwischeninstanz eingeschaltet wird. Der Bitcoin basiert auf der Blockchain Technologie. Bitcoins können an Börsen gehandelt oder als Zahlungsmittel im Internet genutzt werden. Der Wert eines Bitcoin beträgt derzeit rund 6.337,31 € (Stand: 15.03.2018), unterliegt aber starken Kursschwankungen.

Für Eilige – Das Bitcoin-Lexikon

Für alle, die es eilig haben, aber natürlich in puncto Kryptowährung beim nächsten Gespräch die Bitcoin Basics aus dem Ärmel schütteln wollen, gibt es hier eine Übersicht zu den wichtigsten Bitcoin Vokabeln.

Bitcoin (BTC)digitale Münze, seit 2008 bestehende, dezentral organisierte Internet Währung und gleichzeitig ein dezentral organisiertes Zahlungssystem, das völlig unabhängig von Staaten und Banken ist

Bitcoin Client – Software zum Überweisen, Empfangen und Speichern von Bitcoins

Blockchain – dezentrale Datenbank (Technologie) mit der Transaktionen durchgeführt werden. Mit der Blockchain kann nachvollzogen werden, wer eine Überweisung wann und an wen in Auftrag gegeben hat

Digitale Signatur – jeder Inhaber eines Bitcoin Kontos hat eine eigene Signatur

Hash – verkettet neue Blöcke miteinander und ist eine Prüfsumme aus Zahlen und Buchstaben; die Erzeugung eines Hashs benötigt eine große Rechenleistung; jeder Hash ist einzigartig

Kryptowährung – digitales Zahlungsmittel, dazu gehören neben Bitcoin oder Ethereum viele weitere, wenn auch nicht so prominente digitale Währungen: u.a.: Ripple oder Lifecoin

Ledger – öffentliches Register bzw. Handbuch in der Blockchain, in dem alle Bitcoin Transaktionsdaten gespeichert sind

Mining (dt. schöpfen) – Rechenprozess zur Erzeugung von Bitcoins

Miner – Computerexperten, die Bitcoins „schöpfen“: sie werden für das Lösen von mathematischen Aufgaben mit Bitcoins vergütet

Nodes – Knoten im Bitcoin Netzwerk, die Transaktionen aufnehmen, sie auf ihre Gültigkeit hin prüfen und weiter im Netzwerk verbreiten (ähnlich wie ein Router)

Wallet – digitale Geldbörse bzw. der virtuelle Aufbewahrungsort für Bitcoins, hier befinden sich die Zugangsdaten für das Bitcoin Konto: z.B. der private Schlüssel, der Überweisungen möglich und nachvollziehbar macht

Wie entstehen Bitcoins & was ist eine Blockchain?

Anders als für normale Währungen gibt es für Bitcoin keine physische Wertgrundlage oder einen Staat, der den Wert vorgibt. Um zu verstehen, wie Bitcoin funktioniert, musst Du zuerst einmal verstehen, was eine Blockchain ist.

Eine Blockchain ist eine manipulationssichere Technologie mit der Transaktionen durchgeführt werden. Jeder Block der Blockchain beinhaltet Daten, die Auskünfte darüber enthalten, wer wann, welche Transaktion mit wem durchgeführt hat. Um die Funktion der Blockchain anschaulich zu verstehen, greifen wir auf ein Beispiel zurück:

Stell Dir die Blockchain als einen Güterzug vor, der einmal auf die Reise geschickt wurde und an den immer wieder neue Waggons angekoppelt werden. Jeder Waggon ist ein Block und die Pakete und Kisten in ihm sind die Transaktionen, also die Informationen darüber, wer an wen Bitcoins überweist. Die einzelnen Waggons sind durch Kupplungen miteinander verbunden, diese werden Hash genannt.

Der Zug ist als Kopie auf allen Teilnehmern im Bitcoin Netzwerk, die sogenannten Nodes, verteilt. Schätzungsweise gibt es derzeit rund 100.000 Nodes, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Ein Hash verbindet eindeutig zwei Blöcke der Kette. Der Hash ist eine Prüfsumme aus Zahlen und Buchstaben, die sich aus den Inhalten der vorherigen Blöcke errechnet. Ist ein neuer Hash (in unserem Beispiel eine neue Waggonkupplung) errechnet, wird ein neuer Block generiert und an die Blockchain angehangen. In ihn werden dann die in der Warteschleife hängenden Transaktionen geladen und ausgeführt. Somit wächst die Blockchain, also unser Zug, immer weiter an. Versucht nun jemand, eine getätigte Transaktion zu manipulieren, verändert sich der Hash und alle vorherigen Hashes werden ungültig, da die Prüfsumme nicht mehr stimmt. Der Zug reißt an dieser Stelle und der Versuch einer Manipulation fliegt sofort auf. Dadurch, dass die Erzeugung eines neuen Hashs eine riesige Rechenleistung benötigt, ist ein Betrug, bei dem mehrere Hashes auf einmal neu generiert werden müssen, um diesen zu vertuschen, im Moment ausgeschlossen. Das macht Bitcoin manipulationssicher. MERKE: Die Blockchain Technologie ist (bisher) manipulationssicher.

Das Errechnen neuer Hashs benötigt viel Rechenleistung und dadurch entsprechende Hardware, die wiederum hohe Stromkosten verursacht. Als Entschädigung erhält derjenige, der einen Hash errechnet und damit einen neuen Block generiert 12,5 Bitcoin. So kommen immer neue Bitcoin auf den Markt. Alle 210.000 Blöcke wird der Betrag jedoch halbiert. Das Erzeugen von neuen Hashs wirft also weniger ab. Rein rechnerisch kommt es im Jahr 2020 zur nächsten Halbierung des Lohns für die Rechenarbeit.

Wie funktioniert eine Bitcoin Transaktion?

Wer kontrolliert und validiert Bitcoin Transaktionen? Dafür schauen wir uns Bitcoin Transaktionen mal genauer an. Zunächst benötigst Du dazu eine Wallet und einen Bitcoin Client.

Viele verwechseln die Bitcoin Wallet und den Bitcoin Client. Wir erklären den Unterschied.

1. Die Wallet

Eine Wallet ist die Ansammlung von Daten, die Du brauchst, um Bitcoin zu empfangen oder zu versenden. Sie ist quasi ein Aufbewahrungsort bzw. eine digitale Geldbörse für Dein Online-Vermögen.

Was beinhaltet diese Wallet? Sie enthält Deinen privaten Schlüssel (mehr dazu im nächsten Abschnitt) und Deine eigene Bitcoin Adresse, ähnlich wie Deine Kontonummer. Diese private Adresse ist anonym und Dein Name kommt nicht darin vor, sie ist aber von jedem im Bitcoin Netzwerk einsehbar.

2. Der Bitcoin Client

Der Bitcoin Client ist eine Verknüpfung mit dem Bitcoin Netzwerk bzw. eine Software. Der Client kümmert sich um die Kommunikation, aktualisiert die Wallet mit den eingehenden Beträgen und benutzt Deine Wallet Informationen (wie z.B. Deinen privaten Schlüssel oder Deine Kontonummer), um Deine ausgehenden Transaktionen im Bitcoin Netzwerk zu verzeichnen und zu bearbeiten.

MERKE:  Wenn Du mit der Online Währung Bitcoin zahlen möchtest, musst Du Dir auf jeden Fall eine Client-Software herunterladen und installieren. Denn diese ist für das Speichern, Überweisen und Empfangen der virtuellen Währung notwendig.

Die Transaktion

Wenn Person A einen Laptop an Person B für 0,1 Bitcoin verkauft, steigt die Bilanz von Person A um genau diese Anzahl an Bitcoin und die Bilanz von Person B sinkt um diesen Wert.

Doch wie wird dafür gesorgt, dass niemand schummelt? Ein jeder kann die Bilanzen eines anderen einsehen, doch der Name des Kontoinhabers bleibt anonym. Du bekommst beim Eröffnen eines Kontos eine Zeichenkombination zugewiesen, die für Dich als Inhaber steht. Die Information über den Bitcoin Transfer wird in den nächsten freien Block der Blockchain geschrieben und dort für alle Teilnehmer sichtbar gespeichert.

Die Verifizierung

Um sicherzugehen, dass niemand die Kontonummer eines anderen benutzt (schließlich kann sie ja von jedem eingesehen werden), hat jedes Konto sozusagen eine private Signatur. Diese Signatur ist allerdings keine klassische Unterschrift, sondern sie ist mathematischer Natur. Eine Verifizierung läuft nun folgendermaßen ab:

  1. Deine Kontonummer und Dein privater Schlüssel, der Dir ja ebenfalls zugewiesen wird (und mathematisch mit der Kontonummer verbunden ist), erzeugt Deine Signatur.
  2. Aus dieser Signatur entsteht in Kombination mit Deiner Transaktionsnachricht eine öffentliche Schlüsselkombination.
  3. Anhand dieser öffentlichen Schlüsselkombination (die nun dank der Zwischenschritte anonym ist) kann das System durch mathematische Berechnungen prüfen, ob Du wirklich Besitzer des Kontos bist und es zu genau dieser Transaktion gehört.

Die öffentlichen Signaturen sind einzigartig, weil sie bei jeder Transaktion neu entstehen. Deswegen kann theoretisch jeder prüfen, welcher Käufer welchem Verkäufer Bitcoin überwiesen hat. Wann diese Transaktion gemacht wurde, kann ebenfalls eingesehen werden – gestaltet sich jedoch schwieriger.

Wozu muss man das überhaupt wissen? Die Prüfer der Bilanzen bekommen die Daten zur Transaktion oft zu unterschiedlichen Zeitpunkten in ihrem Ledger (Kontobuch) angezeigt. Das heißt: Theoretisch kann Person B seine 0,1 Bitcoin ein zweites Mal ausgeben, obwohl er dafür schon einen Laptop gekauft hat. Die Frage stellt sich nun: Wie schafft man es, dass der Gegenwert einer Transaktion möglichst schnell auch eingelöst und von dem Bitcoin Guthaben abgezogen wird? Wir erklären es Dir im Folgenden.

Technische Details – Wie stellt man korrekte und schnelle Abbuchung der Bitcoin sicher?

Wie bereits erwähnt, enthält Deine Bitcoin Transaktion eine einzigartige Schlüsselkombination aus Deiner Signatur und Deiner Transaktionsnachricht. Wenn Du diesen Code mit Deiner Transaktion losschickst, landet sie in einer Warteschleife mit anderen Transaktionen, die sich gerade in der Schwebe befinden und noch abgebucht werden müssen. Das Bitcoin System ordnet dann Transaktionen in Blöcken zusammen, die daraufhin in der Blockchain zusammengefasst werden.

Jeder Block ist mit einem Hash verbunden. Dieser ist das Ergebnis einer mathematischen Aufgabe, die nur einmal gelöst werden kann. Die Lösung sorgt für die Umsetzung der Transaktion. Das bedeutet: Auf die Schnelligkeit kommt es an, denn nur derjenige, der die Kombination als Erster gelöst hat, erhält als Belohnung Bitcoins gutgeschrieben. Für die Transaktionen, die darauf warten in einem Block an die Blockchain angehangen zu werden, macht es keinen Unterschied, wer die Lösung des Hashes durchführt.

Die Aufgaben sind viel zu komplex, als das Menschen diese „Matheaufgaben“ bearbeiten könnten, vielmehr muss die Lösung für die Rechenaufgabe von spezialisierten Computersystemen „erraten“ werden. Der Vorgang lässt sich mit dem Erraten der Kombination eines Zahlenschlosses vergleichen. Einige Computerexperten, sogenannte Miner, haben sich deshalb darauf spezialisiert, leistungsstarke Computersysteme zu betreiben, um möglichst viele Hashes zu errechnen und somit Bitcoin für sich zu generieren. So ist sichergestellt, dass immer wieder neue Blöcke an die Blockchain angehangen werden können.
MERKE: Der Rechenprozess, durch den Bitcoins erzeugt werden, nennt sich Mining.

Wie viel verdient man durch Mining?

Was bekommen Miner für das Entschlüsseln? Werden sie dafür bezahlt? Ja, sie bekommen Bitcoin Beträge aus dem Bitcoin Fundus (Bitcoin, die sich also nicht in Händen der Nutzer befinden) gutgeschrieben. Doch gilt hier: Nur ein einziger Miner kann die verschlüsselte Aufgabe, die zum Block gehört, lösen. Zur Erinnerung: Miner sind leistungsfähige Rechner von verschiedenen Individuen oder Gruppen, die mit ihren Computern Mining (der Prozess, bei dem Rechenleistung zur Transaktionsverarbeitung zur Verfügung gestellt wird), betreiben. Bei dem Erraten kommt es nicht auf viel Speicherplatz an, sondern darauf, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Rechenoperationen durchzuführen. Daher werden als Prozessoren für das Mining leistungsstarke Grafikkarten verwendet. In Ländern wie China, in denen Hardware und Strom billig sind, gibt es teilweise ganze Fabrikhallen voller Mining-Rechner zum Errechnen der Hashs und somit dem Schürfen von Bitcoin oder anderen Krypto Währungen. Doch die Miner verdienen nicht nur nur an den Belohnungen, die aus dem Bitcoin Fundus entfroren werden, sondern sie können zusätzlich Transaktionsgebühren auf Überweisungen in dem von Ihnen generierten Block erheben. Dieser Prozess des Mining ist übrigens gleichzeitig der Entstehungsprozess von Bitcoin. Doch dazu jetzt mehr.

Bitcoin Mining

Bitcoin werden aus dem Bitcoin Fundus entfroren und gehen dann, bei erfolgreicher Generierung eines Hashs, an den Miner. So entstanden die ersten Bitcoin und so entstehen sie noch heute. Aber: Bei 21 Millionen ist Schluss, mehr Bitcoin gibt es insgesamt nicht – weder im Umlauf noch im Fundus. So soll einer Inflation vorgebeugt werden. Das heißt: Es soll verhindert werden, dass zu viele Bitcoin im Umlauf sind und der Bitcoin als Folge wertlos wird. Jetzt stellt sich die Frage: Wie verdient man durch Mining seine Bitcoin, wenn der Fundus ausgeschöpft ist? Wie schon erwähnt, gibt es Transaktionsgebühren auf Bitcoin Überweisungen – diese gehen an den Miner, der den Hash für den Block errechnet hat, in den die wartenden Transaktionen eingebettet werden. Transaktionsgebühren sind nicht vorgeschrieben, der Miner kann allerdings festlegen, ob in seinen Block nur Transaktionen aufgenommen werden, die eine Gebühr bezahlen. Dabei wird in der Regel eine höhere Gebühr verlangt, wenn jemand viele kleine Transaktionen durchführen will und somit den Block schnell mit Daten füllt. Die Transaktionsgebühr ist sozusagen die Priority-Fahrkarte (wie die bevorzugte Schlange am Flughafen-Schalter vor Einstieg), die bezahlt werden soll, um schneller in den Zug zu kommen. Theoretisch kann jeder Mining betreiben, der die technischen Voraussetzungen besitzt. Deswegen nennt man das Bitcoin System auch dezentrales Netzwerk. Das bedeutet: Es sind keine Banken, wie zum Beispiel bei einer klassischen Überweisung, zwischengeschaltet.

Wie entsteht der Wert von Bitcoin?

Das Kartoffel Beispiel

Im Optimalfall sollte jede Währung einen real existierenden Gegenwert haben, der als Ausgleich für das Geld im Umlauf und in Reserve fungiert. Früher waren das häufig Goldreserven. Heute spielen bei herkömmlichen Währungen verschiedenste Faktoren eine Rolle bei der Wertbestimmung. Einen Gegenwert hat der Bitcoin nicht, er basiert auf dem Vertrauen in die Bitcoin Währung. Doch trotzdem werden Bitcoin immer teurer. Das heißt: Wir müssen immer höhere Eurobeträge für einen Bitcoin bezahlen. Der Wert im Zusammenhang mit anderen Währungen wird nur durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wollen viele Menschen Bitcoin kaufen, steigt der Preis von Bitcoin. Ist die Nachfrage nach Bitcoin gering, sinkt auch der Bitcoin Preis. Stellt Dir vor, Du möchtest einen Sack Kartoffeln kaufen und hast zwei Händler zur Auswahl. Händler A bietet den Sack Kartoffeln für 5 Euro an, Händler B für 6 Euro. Folglich gehst Du, aufgrund des niedrigeren Preises, zu Händler A. Dass der Sack Kartoffeln hier nur 5 Euro kostet, bekommen viele Leute mit und gehen dementsprechend ebenfalls zu Händler A. Um mehr Profit herauszschlagen, erhöht Händler A den Preis zum Beispiel auf 6,50 Euro, denn bei so vielen Kunden kann er sich die Preiserhöhung erlauben. Die Folge ist, dass die Menschen wieder zu Händler B abwandern, bei dem der Sack Kartoffeln 6 Euro kostet. Folglich muss Händler A seinen Preis wieder senken, damit ihm nicht zu viele Kunden davonlaufen. MERKE: Angebot und Nachfrage regeln den Bitcoin Wert.

Beispiel angewandt – wie wird der Bitcoin Wert bestimmt?

Das Kartoffel Beispiel lässt sich gut auf die Wertbestimmung des Bitcoins übertragen: Der Bitcoin Preis ist hoch, wenn viele Leute Bitcoins kaufen wollen – derzeit ist der Preis relativ hoch. Aktuell kostet ein Bitcoin 6.337,31 € (Stand: 15.03.2018).

Doch wo kann man Bitcoin kaufen? Es gibt im Internet sogenannte Bitcoin Börsen, in denen man Bitcoins erwerben kann. Hier sollte man sich unbedingt vorher über die Seriosität der Börse informieren. Übrigens: Auch mit dem Bitcoin wird genauso, wie mit traditionellen Währungen spekuliert. Doch:

Wie funktioniert die Bitcoin Spekulation?

Das Beispiel vom Kartoffelbauer

Bitcoin Spekulationen funktionieren wie Spekulationen mit herkömmlichen Währungen an der Börse. Wie mit Währungen spekuliert wird, kann man auch am Beispiel von Waren verdeutlichen – wir nehmen noch einmal das Kartoffelbeispiel: Ein Kartoffelbauer möchte seinem Kunden Kartoffeln verkaufen. Dieser Kunde ist an einem niedrigen Preis interessiert und der Kartoffelbauer möchte die Kartoffeln zu einem möglichst hohen Preis verkaufen. Kunde und Kartoffelbauer vereinbaren ein Geschäft: Der Kunde bestätigt, dass er dem Kartoffelbauern einen Sack Kartoffeln abkauft, aber diesen erst in 6 Monaten bezahlt. Der Kartoffelbauer hat also eine Sicherheit, dass er seinen Kartoffelsack in 6 Monaten an den Mann bringen kann. Die Hoffnung des Kunden: In 6 Monaten könnten die Kartoffeln schon viel mehr wert sein und auch er kann den Sack gewinnbringend an eine dritte Person weiterverkaufen. Warum können die Kartoffeln in einem halben Jahr mehr wert sein? Der Kunde spekuliert zum Beispiel auf eine schlechte Kartoffelernte, sodass weniger Kartoffeln auf dem Markt vorhanden sind und sie so im Preis steigen (weil ihr Wert steigt). Dann würde sich der Kartoffelbauer natürlich ärgern, weil er ohne dieses Geschäft mehr Geld für seinen Sack Kartoffeln bekommen hätte. Der Kunde ist froh: Er kann durch den Weiterverkauf Gewinn machen.

Beispiel angewandt – Die Bitcoin Spekulation

Solche Geschäfte, egal ob mit Kartoffeln, Bitcoin oder einer anderen Währung, sind natürlich mit Risiken verbunden – aber sie veranschaulichen, wie solch eine Spekulation funktioniert. Nun zu Spekulationen mit Bitcoins:

Ein Kunde kauft einem Bitcoin Händler zum Beispiel 2 Bitcoin ab und möchte diese Bitcoin in einem halben Jahr bezahlen. Der Kunde spekuliert also darauf, dass Bitcoin in einem halben Jahr viel mehr wert sind (weil die Nachfrage nach Bitcoin aus verschiedensten Gründen steigen könnte) und sie für mehr Geld an Dritte verkaufen kann. Doch, dass dieser Fall eintritt, ist nicht sicher. Denn: Bitcoin sind sehr volatil, das heißt, sie schwanken sehr im Wert und Preis. Das liegt daran, dass nur Angebot und Nachfrage den Wert dieser Währung bestimmen und im Fall von Bitcoins ist diese eher schwer vorauszusehen. Zudem beeinflussen auch die Spekulationen den Wert.

Wieso ist der Bitcoin so umstritten?

Kryptowährungen und vor allem der Bitcoin stehen sehr in der Kritik. Wieso der Bitcoin so umstritten ist, wird deutlich, wenn man sich die Argumente der Bitcoin Kritker ansieht.

Was sind die Argumente der Bitcoin Kritiker?

Die Anonymität der Bitcoin Inhaber und Händler ist ein gewichtiges Gegenargument: Bei Transaktionen ist nur die Wallet Nummer beider Parteien bekannt – kein Name, geschweige denn andere private Daten sind abrufbar. Die Kryptowährung Bitcoin ist nicht kontrollierbar oder regulierbar. Das kann illegale Geschäfte erleichtern, da hier nicht klar nachvollziehbar ist, wer die Transaktion angestoßen hat. Die Kritiker befürchten die Beförderung von Internetkriminalität, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung durch den Bitcoin. Viele weisen auch auf die Wert Schwankungen beim Bitcoin hin. Einige Gründe dafür haben wir bereits aufgeführt. Außerdem können Hacker an Deine Bitcoin Beträge gelangen, wenn Du Dein Bitcoin Wallet nicht sicher ablegst.

Auf einen Blick:

  • Anonymität
  • Beförderung der Internetkriminalität, Geldwäsche, Steuerhinterziehung
  • Risikohafte Wertschwankungen: unregulierbare Währung
  • Hacker-Gefahr

Was sind die Argumente der Bitcoin Befürworter?

Befürworter der Online Währung betonen, dass durch das dezentrale System keine Banken bei den Bitcoin Transaktionen zwischengeschaltet sind und so eine Unabhängigkeit vom Finanzsystem besteht. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass Dein Konto – anders wie bei Banken – nicht gesperrt werden kann. Außerdem wird gelobt, dass es weltweit nutzbar ist, solange man über eine Internetverbindung verfügt. Die Transaktionskosten sind im Vergleich zu klassischen Auslandsüberweisungen zudem sehr gering. Diese Transaktionen gehen auch in der Regel schneller als Transaktionen bei der Bank. Dass die Privatsphäre geschützt wird, sehen viele auch als Vorteil am Bitcoin an, da so die Anonymität in den meisten Fällen gewährleistet wird.

Auf einen Blick:

  • Unabhängigkeit vom Finanzsystem (Banken & Staat)
  • weltweit nutzbar
  • geringe Transaktionskosten
  • schnellere Transaktion als bei Banken
  • Schutz der Privatsphäre

Der Bitcoin – Fazit & Ausblick

Werbemäßig sieht es für die Kryptowährungen aktuell nicht so gut aus: Anfang des Jahres hatte Facebook (und Tochter Instagram) Werbung für digitale Währungen untersagt. Auch der Internet-Riese Google hat gerade erst bekannt gegeben, die Werbung für Kryptowährungen zu verbieten. Das betrifft natürlich auch den Bitcoin! Ab Juni 2018 sind Google Ads (bezahlte Anzeigen bei Google) für Kryptogeld und weitere Finanzleistungen verboten. Google gab keine konkrete Begründung für das Verbot an. Facebook hatte seine Maßnahmen damit begründet, betrügerische Anbieter einzuschränken.

Das Google Verbot ist in der aktualisierten Richtlinie zu Finanzprodukten bei der Suchmaschine vermerkt (Stand: 15.03.2018). Die Richtlinie ist vor allem für Werbetreibende im Finanzsektor wichtig. Diese dürfen demnach keine bezahlten Anzeigen (Google AdWords) für Kryptowährungen auf Google (und Youtube) schalten. Aber auch Du dürftest ab Juni 2018 keine generischen Anzeigen zu Bitcoins in den Google Suchergebnissen mehr finden. Dem Bitcoin Kurs an der Börse haben die Restriktionen natürlich nicht gerade gut getan: der Bitcoin hat bisher 15 % an Wert verloren (Stand 15.03.2018). Inwieweit das Verbot der Anzeigenwerbung auch Auswirkungen auf das Bitcoin Netzwerk und die Bitcoin Nutzung hat, bleibt abzuwarten.

Generell steht fest: das Prinzip der Bitcoin Währung ist ein innovatives und ausgeklügeltes System. Dass das Internet eigene Online Währungen wie den Bitcoin hervorbringt, ist eine natürliche Entwicklung des digitalen Wandels. Die Blockchain Technologie hinter dem Bitcoin ist ein zukunftsweisendes Prinzip für den dezentralen, manipulationssicheren Datentransfer im Netz mit hohem Potenzial für weitere Anwendungen, die gerade erforscht werden. Doch ob der Bitcoin als virtuelles Zahlungsmittel Zukunft hat oder möglicherweise von anderen Kryptowährungen abgelöst wird, ist noch nicht abzusehen. Es bleibt spannend!

Was denkst Du?

Was sagst Du zu alldem? Meinst Du, der Bitcoin hat Zukunft? Werden wir in naher oder weiter Ferne nur noch mit digitalem Geld bezahlen? Würde Dir das gefallen oder siehst Du das ganze eher kritisch?

Lass uns einfach einen Kommentar unter unserem Beitrag da – wir sind gespannt auf Deine Gedanken.


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Malina Steinbrecher

Malina Steinbrecher

Content-Pocahontas – für mich, für Dich, für die Agentur – die höchste Welle nehmend, um in den Weiten des Internets zu surfen und die spannendsten Themen zu erkunden.


Adeline Mallmann


Carsten Bar

Textbauer und Seitenchecker. Nichts geht über guten Content - und Pizza.

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