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Als das Iwechselseitige Verlinkungennternet vor 10 Jahren noch in den Kinderschuhen steckte, klickte man sich durch Webseiten und stieß hier und da auf ein paar spannende Links zu anderen coolen (Partner)Webseiten. Die Aussicht, als eigener Webseitenbetreiber ebenfalls seinen eigenen Websitelink auf anderen Seiten platzieren zu können war einfach faszinierend. Heute ist es eine ganz alltägliche Selbstverständlichkeit, wenn man vom „reciprocal linking“ spricht, also einer wechselseitigen Verlinkung,

Meine Güte, wie sich die Zeiten geändert haben! Erhält man heute eine Anfrage zur wechselseitigen Verlinkung, landen diese meist ungelesen im Papierkorb, wenn sie nicht schon vorher als Spam herausgefiltert wurden. Wie konnte es dazu kommen? Sobald bekannt wurde, dass Google’s PageRank System genau solche Webseiten belohnt, die eingehende Links verzeichnen, setzte geradezu ein Boom mit dem Handel (Kauf und Verkauf) an Links ein. Kaum ein Webmaster konnte oder wollte sich dem entziehen.

Viele Webseiten bestehen daher heutzutage aus sehr komplexen Linkverzeichnissen, um immer mehr Traffic auf die eigene Webseite zu lenken. Ein weiterer sprunghafter Anstieg dieser Entwicklung wurde dann noch einmal durch die Einführung des kontextabhängigen Werbesystems AdSense von Google verzeichnet. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Webseiten ausschließlich dazu konstruiert werden, dass Webseiten-Besucher auf die eingebundenen Werbelinks klicken.

Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist, dass die meisten Anfragen automatisiert ablaufen und potentielle Links nur noch erhältlich sind, wo kein nennenswerter PageRank vorhanden ist. Eine weitere Konsequenz ist, dass jegliche Anfragen zum Linktausch gelöscht werden, da die Webmaster in der Regel müde sind alle Anfragen zu beantworten.

Ist die wechselseitige Verlinkung also überflüssig geworden? Die Antwort lautet „Jein.“ Es dauert einfach länger, um eine vernünftige Link Kampagne aufzubauen und solche Verlinkungen noch zu erhalten, die auch werthaltig sind, also einen hohen PageRank besitzen. Man sollte also keine allzu großen Erwartungen an wechselseitige Verlinkungen stellen. Sofern man dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte sehr gezielt vorgegangen werden und die Konzentration auf Webseiten gelegt werden, mit denen man eng verbunden ist. Als Verkäufer von Rasenmähern empfiehlt sich den Kontakt zu jemandem zu suchen, der beispielsweise Rollrasen verkauft.

Wenn man sich nicht sicher ist, bietet sich an, einfach mal die Webseiten von Mitbewerbern genauer anzuschauen. Werden wechselseitige Verlinkungen eingesetzt? Und welche Webseiten verlinken sonst noch auf den Mitbewerber? Einfach den Link „http://www.IhrMitbewerber.de“ auf der Google Suchseite eingeben und die Abfrage starten.

Man erhält eine schöne Übersicht aller eingehenden Links. Wichtig ist, dass man sich nur die Webseiten heraussucht, die einen hohen PageRank aufweisen (3 oder mehr). Dies sind die „dicken Fische“ und man sollte versuchen sie zu angeln, indem man ebenfalls mit diesen Webseiten einen Linkaustausch hinbekommt.

Ganz wichtig hierbei ist, sich auch den jeweiligen Link näher anzuschauen. Wenn er tief in einem Verzeichnis vergraben ist oder nicht innerhalb von zwei Klicks erreicht wird, sollte man von einer Verlinkung Abstand nehmen. Ebenso können Links vernachlässigt werden, die bereits mehr als 50 Verlinkungen auf der entsprechenden Unterseite einsetzen, da sie keinen Nutzen aufweisen.

Webweisend Fazit: Die Landschaft der wechselseitigen Verlinkungen hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Unterm Strich lassen sich diese noch immer sinnvoll einsetzen, aber bei weitem nicht mehr als die leistungsstarke Traffic-Generierungsmethode, wie es einst mal war. Das Verfahren ist sehr zeitaufwendig und die Ergebnisse sind stark rückläufig. Neben wechselseitigen Verlinkungen empfiehlt es sich daher auch mal andere Wege zu gehen, um eingehende Links zu generieren: Zu den geeignetsten Mitteln gehört die gezielte Platzierung von Artikeln und Pressemitteilungen auf Online-Presseportalen oder aber auch in Online-Verzeichnissen wie 11880.com oder qype.de.


Thumbail Image: Chain links von Howard Lake via CC BY-SA 2.0
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Thomas Engels


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