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Falsche Facebook-Freunde gegen Geld

Handschlag

Die Anzahl der Fans einer Facebook-Fanpage gilt für viele kommerzielle Betreiber als Indikator des Erfolgs in den sozialen Medien.

Demtensprechend intensiv wird um “Gefällt mir”-Klicks geworben. Die Erstellung einer Facebook-Strategie und deren redaktionelle Umsetzung sowie das Gespräch mit den Benutzern und das Bewerben der Fanpage sind eine langwierige Prozedur, deren Erfolg sich meist nur langsam einstellt. Vielen Unternehmen ist das zu mühselig, weswegen Sie sich Fans kaufen.

Tatsächlich existieren diverse Agenturen, bei denen sich Facebook-Fans und Twitter-Follower erwerben lassen. Die Preise sind relativ gering, weil der Aufwand für die Agenturen nicht immens hoch ist. Fast immer handelt es sich schlicht und einfach um nicht real existierende Benutzer, sondern Fake Accounts. Facebook selbst gibt an, dass vermutlich 5-6 Prozent der mittlerweile 900 Millionen Profile nicht echt sind. In anderen Fällen werden reale Benutzer für einen “Gefällt mir”-Klick bezahlt.

Als Unternehmen Fans zu kaufen, ist PR-technisch komplett sinnlos. Gekaufte Fans bieten keinerlei Interaktion – das, worum es in sozialen Netzwerken eigentlich geht. Es existiert nicht das geringste reale Interesse am Unternehmen und so entsteht auch kein Dialog.

Nicht die Anzahl der Fans entscheidet über die Effektivität einer Facebook-Fanpage, sondern die Beschaffenheit des Dialogs. Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass eine hohe Anzahl Fans einem guten Image zuträglich ist, aber sich diese Fans zu kaufen, ist verbranntes Geld. Man hat damit nicht nur seine eigene Facebook-Strategie ad absurdum geführt, sondern riskiert auch ein PR-Desaster, wenn der Kauf auffliegt. Am Ende bleibt: Setzen Sie auf Qualität statt Quantität.

Haben Sie schon mal Facebook-Fans gekauft? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!


Thumbnail Image: Shaking Hands von Aidan Jones via CC BY-SA 2.0

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Annette Bornfeld

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